Evangelische Erwachsenenbildung Sachsen

Lebensspuren zwischen Verteufelung und Verklärung. Heimat trotz(t) Diktatur

Die Zeit der DDR-Diktatur ist Teil unseres Lebens. Es war eine Wirklichkeit, die verklärt bis verteufelt wird - mit allen Nuancen dazwischen. Wir denken dabei an Sicherheiten, an Schule, beschränkte Reisemöglichkeiten, nicht erfüllte Berufswünsche und fehlende Zukunftsvorstellungen. Auch dazu gehören herrliche Reisen nach Osteuropa, Westpakete mit Kaffee- und Seifenduft und Literatur sowie die Friedens- und Umweltbewegung unter dem Dach der Kirche. Was erinnere ich? Worüber würde ich erzählen?

Alles hinterließ wirkmächtige Spuren in unserer Biografie. Anders und auch wirksam: der Nationalsozialismus. In beiden Fällen weiß man heute, dass Diktaturen das Denken und Verhalten von Menschen so beeinflussen können, dass dies Auswirkungen auf die folgende Generationen hat. Weil allen Diktaturen vielfältige Prägungen und Traumatisierungen folgen können.
Dieses Wochenende will die Möglichkeit zum kritischen Reflektieren eröffnen. Was hat uns wachsen lassen in diesen vierzig Jahren? Wie stellt es sich aus der Perspektive von Menschen aus dem damaligen Westdeutschland dar (die wir hiermit ausdrücklich einladen)?

Unter Einbeziehung von Zeugnissen aus Literatur und Film werden wir einen weiten Bogen spannen. Vortrag, Methoden des biografischen Arbeitens sowie kreative Zugänge unterstützen bei der Suche nach Lebensspuren.

Das Seminar bietet einen Freitraum für persönliche Reflektion und gibt Anstöße für die eigene Arbeit in Gruppen.

Die ruhige Umgebung des Bennohauses mitten im Park ist idealer Ort für dieses Wochenende.

Beginn: 26.02.2021 17:00 Uhr
Ende: 28.02.2021 13:00 Uhr
Ort: Schmochtitz

Referent*innen:
Eva Helms
Dr. Hansi-Christiane Merkel
Harald Wachsmuth

Leitung:
Saine Schmerschneider

Kosten:
Kurskosten: 135,00 €
Doppelzimmer: 130,00 €
Einzelzimmer: 150,00 €

 

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